14.09.2023
Einstieg in die Automation mit Robotern bei kleinen und mittleren Unternehmen
Laut den einschlägigen Statistiken liegt die Zahl der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Roboter zur Automation Ihrer Prozesse einsetzen, prozentual weit im einstelligen Bereich (3% lt. statistischem Bundesamt in 2022).
Über die Gründe wurde in der Vergangenheit viel recherchiert und spekuliert und mit Sicherheit sind diese vielfältig. In erster Linie hemmt wahrscheinlich die Sorge vor der vermeintlichen Komplexität und fehlendes Know How die Entscheidung zum Einstieg in die Automation. Das Angebot ist für Einsteiger schlichtweg zu unübersichtlich. Durch stetig neue Anbieter und die vielen verschiedenen Robotergattungen (Industrieroboter, Cobot, LowCost-Roboter usw.) werden die Möglichkeiten für Neulinge noch unüberschaubarer. Hinzu kommt, dass einige Roboteranbieter den Eindruck des kinderleichten Einstiegs im do-it-yourself-Verfahren vermitteln, während andere hochkomplexe Komplettsysteme für die High-End-Serienfertigung anbieten.
Durch den Einsatz von Automation und Robotik können einige der größten Herausforderungen produzierender Unternehmen, derzeit und in Zukunft, abgemildert werden.
Hierzu zählen unter anderem:
Über die Gründe wurde in der Vergangenheit viel recherchiert und spekuliert und mit Sicherheit sind diese vielfältig. In erster Linie hemmt wahrscheinlich die Sorge vor der vermeintlichen Komplexität und fehlendes Know How die Entscheidung zum Einstieg in die Automation. Das Angebot ist für Einsteiger schlichtweg zu unübersichtlich. Durch stetig neue Anbieter und die vielen verschiedenen Robotergattungen (Industrieroboter, Cobot, LowCost-Roboter usw.) werden die Möglichkeiten für Neulinge noch unüberschaubarer. Hinzu kommt, dass einige Roboteranbieter den Eindruck des kinderleichten Einstiegs im do-it-yourself-Verfahren vermitteln, während andere hochkomplexe Komplettsysteme für die High-End-Serienfertigung anbieten.
Durch den Einsatz von Automation und Robotik können einige der größten Herausforderungen produzierender Unternehmen, derzeit und in Zukunft, abgemildert werden.
Hierzu zählen unter anderem:
- (Fach)Kräftemangel
- Humanisierung
- Sicherstellung bzw. Verbesserung der Produktqualität
- Rationalisierung bzw. Einsparung: Einsparung von Personalkosten, bessere Auslastung von Fertigungseinrichtungen, wirtschaftliche und lokale Fertigung sowie damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit
- Ersatz von alten Fertigungseinrichtungen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit
Wie gelingt der Einstieg in die Automatisierung am besten?
Zu Beginn sollte nicht mit den kompliziertesten Aufgaben begonnen werden. Einsteiger sollten sich zunächst standardisierte Prozesse im Fertigungsablauf vornehmen, bei denen die Variantenvielfalt möglichst gering ist.
Dabei sollten zunächst einfache Anwendungen wie Maschinenbeladungen, Pick und Place-Vorgänge, Materialhandhabung oder Palettieraufgaben in Betracht gezogen werden. Soll eine Komplettlösung von einem Automatisierungsprofi beschafft werden, empfiehlt sich im ersten Schritt ein gemeinsamer, möglichst ergebnisoffener Rundgang durch die eigene Fertigung, in dem der Experte die am besten geeigneten Prozesse identifizieren kann.
Aus den identifizierten Anwendungen wird dann ein Projekt ausgewählt, für das der Automatisierungsanbieter ein Konzept ausarbeitet und anbietet. Dabei sollten KMU im ersten Schritt nicht zu vielen Randbedingungen Rechnung tragen wollen. Diese machen die Automatisierungslösung teuer und kompliziert. Anfangs liegt der Fokus auf Teilevarianten, die in großer Stückzahl regelmäßig gefertigt werden sowie auf absolut notwendigen Prozessen. Für die exotischeren Varianten, kleinere und seltenere Serien ist zu prüfen, ob diese vorerst weiter händisch bearbeitet werden können, jedoch für die spätere Integration bereits bedacht werden. Im ersten Schritt geht es darum, ein einfaches und stabil laufendes System zu etablieren, mit dem das Bedienpersonal gut umgehen kann.
Eine Umsetzung nach diesen Gesichtspunkten rechnet sich meist schon innerhalb des ersten Jahres.
Parallel sollte die Finanzierung der Maßnahme geprüft und vorbereitet werden. Sind bestehende Förderungsmöglichkeiten vorhanden? Zukunftssichernde Investitionen wie eine Roboterautomation werden durch die unterschiedlichsten Förderprogramme von Bund und/oder Ländern unterstützt und tragen häufig Namen, in denen der Begriff "digital" vorkommt. Fördersätze im Bereich von 10-50% sind üblich. In Gesprächen mit Banken und Finanzierungsdienstleistern sind Investition in Robotik, Automation und Digitalisierung in der Regel gern gesehen. Ein gut dargestelltes erstes Angebot mit Konzept sowie eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung/ROI-Abschätzung helfen ebenfalls.
Wenn die Anlage dann einige Zeit läuft, das Bedienpersonal gut damit zurechtkommt und das eigene Know-how in Bezug auf Robotik vertieft werden konnte, kann die Automation um weitere Varianten bzw. zusätzliche Prozesse erweitert werden und die nächsten Projekte in Angriff genommen werden.
Grundsätzlich stellt sich auch die Frage, wie viel Wissen im eigenen Unternehmen aufgebaut werden soll. Wir bei EGS Automation übergeben eine neue Anlage grundsätzlich immer mit einer ausführlichen Bedienereinweisung. Damit ist der Kunde in der Lage, die Anlage zu bedienen, umzurüsten und auf prozessbedingte Probleme zu reagieren. Zu einer guten Automationslösung gehören Funktionen wie Leerfahren, Vollfahren, automatisch überwachte Grundstellungsfahrt, Softanlauf nach Stopp und viele mehr. Diese erleichtern dem Bediener die Handhabung der Anlage. In diesem Punkt unterscheidet sich die Lösung eines langjährigen Automatisierungsprofis oft vom Newcomer am Markt.
Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden auch gerne mit tiefergehenden Schulungen und Roboter-Programmierschulungen.
Die Fernwartungsanbindung ist inzwischen ein Standard, der die schnelle Behebung kleiner Störungen sowie die Unterstützung des Bedienpersonals vollkommen remote ermöglicht. Das bedeutet, der Servicetechniker kann das Bedienpersonal aus der Ferne unterstützen, was in einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis resultiert. Mit unserer Digitalmarke nexofox bieten wir hierfür alle Ausbaustufen der Einbindung in bestehen Netzwerke und Systeme bei Kunden.