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EGS Automation gestaltet die Zukunft der vollautomatisierten und digitalisierten Produktion.
all about automation Friedrichshafen – 10. & 11. März 2026
Am 10. und 11. März 2026 wird Friedrichshafen zum Zentrum für Innovation: Die all about
automation öffnet ihre Tore und präsentiert mit über 500 Ausstellern die bisher größte
Messeausgabe. Entscheider und Anwender aus der Bodenseeregion und darüber hinaus
erwartet ein inspirierendes Programm mit praxisnahen Fachvorträgen, wegweisenden
Technologien und Trends für eine smartere, effizientere Industrie.
Besuchen Sie EGS Automation – eine Marke von AMETEK – in Halle B1, Stand 619.
Erleben Sie unsere neuesten Robotik- und Automationslösungen live vor Ort.
SUMO Fotoplex mit EGS SmartPad – Die intelligente Roboterzelle für flexible und
zukunftssichere Fertigungsprozesse
Die SUMO Fotoplex mit EGS SmartPad ist eine intelligente und durchgängig automatisierte
Roboterzelle, die Unternehmen eine äußerst flexible, effiziente und zukunftssichere
Lösung für moderne Fertigungsprozesse bietet. Das System wurde speziell dafür entwickelt,
ungeordnete Bauteile zuverlässig zu vereinzeln, exakt zu orientieren und bedarfsgerecht
bereitzustellen.
Im Zentrum der Roboterzelle steht ein leistungsstarkes Bin-Picking-Modul, das mithilfe
modernster 3D-Bildverarbeitung und robuster Robotertechnik Bauteile direkt aus dem
Schüttgutbehälter erkennt und präzise greift. Diese Technologie ermöglicht schnelle
Taktzeiten, hohe Prozesssicherheit und maximale Zuverlässigkeit – auch bei komplexen
Geometrien oder variierenden Bauteillagen.
Falls erforderlich, richtet eine integrierte Wendestation die erfassten Komponenten optimal
aus, bevor sie automatisiert und reibungslos in den jeweils definierten Bearbeitungsprozess
übergehen. Nach der Bearbeitung erfolgt die strukturierte und lageorientierte Ablage in Werkstückträgern. Dadurch sind die Teile perfekt vorbereitet für alle nachfolgenden
Arbeitsschritte, was den gesamten Produktionsfluss stabilisiert und effizienter macht.
Gesteuert wird die SUMO Fotoplex über das EGS SmartPad, eine intuitive HMI-Lösung, die
den kompletten Funktionsumfang ohne spezielle Programmierkenntnisse zugänglich macht.
Das SmartPad ermöglicht besonders schnelle Teach-in-Prozesse, bietet umfassende
Diagnose- und Analysewerkzeuge und unterstützt OEE-Auswertungen zur kontinuierlichen
Prozessoptimierung. Gleichzeitig gewährleistet die integrierte IIoT-Konnektivität eine
einfache Einbindung in moderne, digitale Fertigungsumgebungen und schafft damit ein
Höchstmaß an Zukunftssicherheit.
Mit der SUMO Fotoplex wird eindrucksvoll deutlich, wie leistungsfähige Robotik, intelligente
Bildverarbeitung und eine intuitive Bedienphilosophie zusammenwirken. Das Ergebnis ist eine
skalierbare, flexible und wirtschaftliche Automatisierungslösung, die den Anforderungen
der Produktion von heute gerecht wird und gleichzeitig optimal auf die Herausforderungen von
morgen vorbereitet ist.
✅ Jetzt Termin vormerken und vorbeikommen!
Besuchen Sie uns am 10. & 11. März 2026 in Friedrichshafen, Halle B1, Stand 619.
Sichern Sie sich Ihr kostenloses Ticket unter:
https://www.egsautomation.de/about-us/messen-events/exhibition
Traglast (Payload) bei Knickarmrobotern
Die Traglast – oder englisch „Payload“ – ist eine
der zentralen Kenngrößen bei der Auswahl, Auslegung und dem Vergleich von Knickarmrobotern. Sie entscheidet darüber, ob ein Roboter für
eine bestimmte Anwendung geeignet ist und wie
effizient er betrieben werden kann. Doch was genau steckt hinter dem Begriff „Traglast“ und welche Faktoren müssen berücksichtigt werden?
Was gehört zur Nutzlast?
Die Nutzlast umfasst alles, was der Roboter am Hand- bzw. Tool-Flansch trägt:
Das zu bearbeitende Teil oder Material
Den Greifer oder das Werkzeug
Gegebenenfalls Schläuche, Kabel oder Medienversorgung, sofern sie die Dynamik oder das Gewicht relevant beeinflussen
Eine vollständige und realistische Gewichtse mittlung ist essenziell - auch scheinbar kleine Komponenten können in Summe den Unterschied machen.
Nennlast vs. Maximallast
Roboterhersteller geben in der Regel die Nennlast an. Diese beschreibt die maximale Nutzlast,
die der Roboter über seinen gesamten Arbeitsbereich, bei voller Geschwindigkeit und innerhalb der spezifizierten Genauigkeit tragen kann.
Falls zusätzlich eine Maximallast angegeben ist,
ist Vorsicht geboten: Diese gilt oft nur unter bestimmten Einschränkungen – z. B. bei reduzierter Geschwindigkeit oder begrenzten Achsstellungen. Für einen fairen Vergleich sollten daher
immer die Nennlastwerte herangezogen werden.
Schwerpunkt der Nutzlast
Neben dem Gewicht spielt auch der Schwerpunkt der Nutzlast eine entscheidende Rolle.
Hersteller stellen hierfür Diagramme bereit, die
den zulässigen Bereich des Schwerpunktes
visualisieren – in der Regel ausgehend vom
Schnittpunkt der letzten beiden Achsen eines
6-Achs-Roboters.
Liegt der Schwerpunkt außerhalb des zulässigen Bereichs, muss die Nutzlast reduziert werden – selbst wenn das Gewicht an sich noch im
Rahmen liegt.
Trägheitsmomente - die oft übersehenen Kräfte
In Spezialfällen, z. B. bei großflächigen oder
langen Bauteilen (wie Blechtafeln), deren
Schwerpunkt zwar zentral liegt, die aber um die
Handachsen bewegt werden sollen, sind die
Trägheitsmomente entscheidend.
Diese geben -vereinfacht gesagt- an, wie stark
eine Masse der Änderung ihrer Winkelgeschwindigkeit entgegenwirkt (Einheit: kg·m²). Jeder
Roboter hat hierfür Grenzwerte pro Achse, die
nicht überschritten werden dürfen.
Viele Hersteller bieten hierfür digitale Berechnungstools, die die Auslegung deutlich erleichtern – besonders hilfreich, wenn man nicht gerade die Physik-Vorlesung wiederholen möchte.
Maximales trägheitsmoment [kg·m²]
0.65
0.65
0.17
Zwei Praxistipps für die Auslegung
Reserve einplanen:
Wie bei jedem Betriebsmittel empfiehlt es
sich, den Nennbetriebspunkt nicht über 80 %
der Nennwerte zu legen. Das erhöht die
Lebensdauer und lässt Spielraum für zukünftige Anpassungen.
Automatische Werkzeugvermessung nutzen:
Moderne Robotersteuerungen können Werkzeuge automatisch vermessen und die ermittelten Daten (Gewicht, Schwerpunkt) direkt
in der Werkzeugdatei speichern. Das sorgt
für optimale Bewegungsbahnen und Rampen
– ganz ohne manuelles Nachjustieren.
Fazit
Die Traglast ist weit mehr als nur eine Zahl im
Datenblatt. Wer alle relevanten Faktoren – von
Gewicht über Schwerpunkt bis zu Trägheitsmomenten – berücksichtigt, stellt sicher, dass der
Roboter nicht nur funktioniert, sondern auch effizient, langlebig und sicher arbeitet.
Beispielbetrachtung: Montage eines Bauteils mit Schraubwerkzeug
Ausgangssituation:
Ein Roboter soll ein Kunststoffgehäuse greifen und mit einem elektrischen Schrauber zwei
Schrauben eindrehen. Die Anwendung erfordert
präzise Bewegungen und kurze Taktzeiten.
Komponenten der Nutzlast:
Komponente
Gewicht
Kunststoffgehäuse
1,2 kg
Greifer (mechanisch)
2,5 kg
Elektrischer Schrauber
3,0 kg
Kabel & Medienführung
1,0 kg
Gesamt
7,7 kg
Schritt 1: Nennlast prüfen
Der ausgewählte Roboter hat eine Nenntraglast
von 10 kg.
» Passt, da die Nutzlast bei 7,7 kg liegt.
Schritt 2: Schwerpunktanalyse
Der Schrauber ist relativ lang (ca. 300 mm) und
ragt vom Flansch weg. Der Schwerpunkt der gesamten Nutzlast liegt ca. 150 mm vom Flansch
entfernt.
» Laut Herstellerdiagramm sind bei 150 mm
Abstand max. 8 kg erlaubt.
» Passt knapp, aber noch innerhalb der
Spezifikation.
Schritt 3: Trägheitsmoment prüfen
Da der Schrauber während des Betriebs gedreht
und geneigt wird, wirken Trägheitsmomente auf
die Handachsen.
» Hersteller gibt für Achse 6 einen Grenzwert
von 0,35 kg·m² an.
» Berechneter Wert liegt bei 0,28 kg·m²
» Passt
Optimierungsmöglichkeiten im Beispiel:
Werkzeugvermessung aktivieren: Roboter kennt Gewicht und Schwerpunkt
» Optimierte Bewegungsbahnen
Taktzeit verbessern: durch präzise Rampensteuerung und dynamische Anpassung
Reserve: Mit 7,7 kg bei 10 kg Nennlast liegt die Auslastung bei 77 %
» ideal für Langlebigkeit
Fazit:
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, nicht
nur das Gewicht, sondern auch Schwerpunkt
und Trägheitsmomente zu berücksichtigen. Gerade bei Werkzeugen mit Ausladung oder rotierenden Komponenten kann die Traglastgrenze
schnell erreicht werden - obwohl das reine Gewicht noch im Rahmen liegt.
Downloads:
Good2Know Artikel (PDF)
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